Das Bioconcept-Car

Das schnellste Testlabor der Welt für eine nachhaltige Mobilität

Seit mehr als 15 Jahren setzt das Motorsportteam Four Motors mit seinem "Bioconcept-Car"-Projekt, bei dem Biokraftstoffe und Biowerkstoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe sowie Recyclingöle zum Einsatz kommen, konsequent auf Nachhaltigkeit im Motorsport. Aktuell fahren Four Motors und sein berühmter Fahrer, der Musiker Smudo, mit Rennfahrzeugen von Porsche, die den Nachhaltigkeitsansatz insbesondere in Sachen Leichtbau aktiv unterstützen.
 

Bioverbundwerkstoffe und nachhaltige Mobilität

Leichtbau ist die Schlüsseltechnologie für die Mobilität der Zukunft. Ohne Verbundwerkstoffe wiederum ist Leichtbau nicht machbar. Bioverbundwerkstoffe sind eine nachhaltige Alternative für leichte Fahrzeugkarosserien. Vor allem das geringe Gewicht macht sie attraktiv für die Autoindustrie, denn so werden ein niedriger Verbrauch und damit verbesserte CO2-Werte bei Verbrennungsmotoren erreicht. Bei Elektromotoren sorgt das Leichtgewicht für größere Reichweiten.

Bioconcept-Car Porsche GT4 mit einer Karosserie aus Bioverbundwerkstoffen. Ein Förderprojekt des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Quelle: FNR/Norbert Breuer
Musiker Smudo mit Detailansicht des BioConceptCars, Quelle: FNR/Toni Alex

Leichtbaukarosserie aus Pflanzenfasern

Leichter als Glasfasern, billiger als Carbonfasern: Pflanzenfasern wie Flachs sind eine natürliche Alternative zu den im Rennsport und mittlerweile auch im normalen Automobilbau weit verbreiteten Carbonfasern. Durch ihre natürlich gewachsene Struktur bieten sie Vorteile bei der Dämpfung und der Akustik. Im Vergleich mit Carbonfasern weisen sie eine bessere CO2-Bilanz auf, da bei ihrer Produktion weniger Energie verbraucht wird. In der thermischen Verwertung sind Verbundwerkstoffe aus Naturfasern nahezu rückstandsfrei.

Bioverbundwerkstoffe im Automotiv-Bereich

Mehr als ein Drittel der in Europa produzierten Bioverbundwerkstoffe wird im Automobil-Bereich eingesetzt. Allerdings ist davon nur ein Teil vollständig biobasiert, im Regelfall wird die Kunststoffmatrix noch auf Basis erdölbasierter Polymere hergestellt. Hier setzt das Forschungsprojekt „BioResinProcess“ an. Das Fraunhofer-Institut für Holzforschung und die HOBUM Oleochemicals GmbH suchen nach biobasierten Harzsystemen, um den Anteil nachwachsender Rohstoffe in den Bioverbundwerkstoffen auf mindestens 85 % zu erhöhen. Die besondere Herausforderung ist, dass die daraus hergestellten Karosseriebauteile für die Serienproduktion geeignet sein müssen.

Karosserie-Bauteil aus Bioverbundwerkstoffen, Quelle: FNR/Toni Alex

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Hier finden Sie zahlreiche Biowerkstoff-Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen.

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